Dark Blossom, Sine Qua Non, Central Coast, Kalifornien, USA 2011

2011_Dark_Blossom_Syrah_Krankl

Undurchdringliches Nachtschwarz vom Kern bis zum Glasrand. Opulente, breitgefächerte, reife Fruchtaromen blauer und schwarzroter Beeren, Kirschen, Zwetschgen, Pflaumenmus. Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, Schwarztee, Valrhonaschokolade. Im Gaumen noch kein Schmeichler, dafür braucht der Wein noch ein paar Jährchen, aber der vollmundige stoffige Geschmack ist geprägt von süßen gereiften Früchten, warm und weich, kantenlos. Die grandiose Fülle wird von 15 Volumen Prozent Alkohol getragen, der in keiner Weise vordergründig wirkt. Im Gegenteil, er trägt den ganzen Geschmack auf eine ganz selbstverständliche Art, verleiht ihm fast eine unglaubliche Leichtigkeit. Dark Blossom ist ein Blend aus 84% Syrah, Grenache, Petite Sirah und Roussane. Die Hälfte der Produktion wurde in neuen französischen Eichenfässern ausgebaut. Kompromisslos tiefgründig und voller Charakter mit inneren Werten. Für Weinliebhaber, die in jeder Situation ihres Lebens eine ganz besondere Flasche suchen.

Preis: 259,50 €  www.weine&feinkost.de

Etwa 120 km nördlich von Los Angeles, in der sogenannten Central Coast, also weit entfernt vom gelobten Napa Valley, liegt die kleine Kult-Winery Sine Qua Non von Manfred & Elaine Krankl.

Central Coast ist der Name der ganzen Region in Südkalifornien, Ventura County, die engste Bezeichnung für das Anbaugebiet, in dem das Weingut der Krankls liegt. Das heiße Klima und die große Trockenheit machen den Weinbau hier nicht einfach. Dennoch haben einige namhafte Winzer schon vor Krankl, Anfang der Neunziger Jahre, das Potential der Region erkannt und pflanzten hier französische Rebsorten aus dem Rhônetal, was ihnen den Namen «Rhône Rangers» einbrachte.

Die Weine der Krankls, wenn auch nur ganz schwer auf dem deutschsprachigen Markt erhältlich, begeistern mich seit ich die erste Flasche getrunken habe, 1995 The Ather Hand, Syrah. Das war Ende 1997, als Krankl gerade mal seinen vierten Jahrgang einfach aus der Freude am guten Wein für sein damaliges Restaurant Campanille in Los Angeles produziert hatte. Die ersten Hobby-Jahrgänge wurden noch im Keller seines befreundeten Winzer-Kollegen Adam Tolmach (Ojai Winery) gekeltert. Die Etiketten und Namensfindung für die Weine hat Krankl vom ersten Jahrgang 1994 selbst erfunden, gestaltet und gemalt, in Linol gestanzt mit ganz persönlicher, individueller Art Jahr für Jahr mit neuen Motiven.

Und weil die Produktion immer noch sehr übersichtlich klein ist, hat sich das Problem mit der Beschaffung bis heute nicht wesentlich verändert.

2016-10-15T21:46:56+00:00 Februar 13th, 2015|Categories: 2011, Rotwein, USA, Verkostungsnotizen|

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