Yeraz, Areni Noir, Zorah Wines, Armenien 2012

Yeraz, aus Areni Noir war für mich ein ganz besonderes Geschmackserlebnis und weil mir Weine aus Armenien völlig unbekannt waren, habe ich auch diesen Wein vor einer Beschreibung in meinen Weinnotizen mehrmals probiert, genauer gesagt, getrunken. Zur Nachahmung absolut nicht empfohlen! Die letzten Flaschen sind dem Importeur nur mit Mühen und guten Worten aus dem Lager zu locken, da nur noch sehr kleine Mengen geliefert werden können. Allerdings spricht auch der Preis gegen alltäglichen Genuss. Dennoch meine ich, diesen Wein muss man als Weinkenner getrunken haben. Wozu? Am besten zu zweit, mir schmeckt auch der beste Wein alleine nie so gut wie zu zweit!
Seine dunkle, strahlend, rubinrote Farbe steht glanzvoll, selbstbewußt im Glas. Wer sich gleich nach dem Einschenken mit der Nase nähert, erlebt ein faszinierendes Spektrum an Aromen. Alle Blumen und Früchte orientieren sich an der leuchtend, roten Farbe. Hagebuttenblüten, Veilchen, rote Bete,  dunkle Erdbeeren, sweet Tomatos frisch und getrocknet, Pimentos aus Navarra. Dunkle Bitterschokolade, langer Pfeffer, Sternanis, Kümmelsamen und so weiter. Ich habe für Weine dieser Art einen Kosenamen: „Nasenbären“, das ist so einer. Damit ist man schon zufrieden wenn man nur an ihm riechen darf. Und dann erst noch der Geschmack jener reifen Früchte die in der Nase schon erkannt wurden. Die Textur ist zwar noch fest und kernig, aber von prächtiger Statur. Große Eleganz, blitzblank, klar mit sehr gutem Druck, Länge und Zug dem man erst einmal etwas dagegen halten muss. Was für ein Stoff, daraus wär ein ganzer Anzug für jeden Kerl eine Show!

€ 98,00  Bezugsquelle: http://www.linke-weine.de

2017-03-30T16:49:02+00:00 März 30th, 2017|Kategorien: 2012, Rotwein, Verkostungsnotizen|Tags: , , |