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	<title>Spanien &#8211; Paula Bosch</title>
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	<description>Die Weinwelt von Paula Bosch: Wein erleben ist ein begeisterndes Erlebnis. Gehen Sie auf Entdeckungsreise und lassen Sie sich inspirieren.</description>
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	<title>Spanien &#8211; Paula Bosch</title>
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		<title>El Terroir,  Domaines Lupier, Navarra, Spanien 2009</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Paula Bosch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Dec 2014 09:35:46 +0000</pubDate>
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<p>Die Garnacha Viñas Viejas für den El Terroir sind im stolzen Rentenalter von 75 Jahren und bringen eine magere, aber hochkonzentrierte Ernte. Die Farbe ist brillant, glänzendes rubinrot mit leichtem Pink zum Glasrand. Anfangs wilde, fleischige Noten, dann getrocknete Kräuterwürze von Lorbeer, Thymian, Rosmarin. Frische Beerenfrucht mit ausgeprägter Schlehe, Kornel- und Amarenakirsche. Feine Säuretextur, zarter Schmelz, leichtfüßig. Im Mund feinste Pinot-Note mit delikatem Hintergrund. Engmaschig und sehr konzentriert. Ein großes Trinkvergnügen für das nächste Jahrzehnt. Passend zu Wildgeflügel, wie Tauben oder Wachteln mit rosenkohlblättern. Ente kross gebraten, Kalbskotelette auf getrüffeltem Selleriepüreé.</p>



<p></p>
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		<title>Brunus, Portal del Montsant, Montsant, Spanien 2006</title>
		<link>https://paula-bosch.de/brunus-portal-del-montsant-montsant-spanien-2006/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Paula Bosch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Sep 2014 11:15:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Tiefes Dunkelrot, fast wie Schwarzkirsche. Dunkle Beerennase, Brombeer, Heidelbeer, blaue Feigen. Würzige Attacke von Schwarzkümmel und Pfefferkörnern, Baumrinde, getrocknete Birnen, [&#8230;]]]></description>
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<p>Tiefes Dunkelrot, fast wie Schwarzkirsche. Dunkle Beerennase, Brombeer, Heidelbeer, blaue Feigen. Würzige Attacke von Schwarzkümmel und Pfefferkörnern, Baumrinde, getrocknete Birnen, Feigen, Tamarillos. Immer noch kerniges Tannin, körperreiche Struktur, fleischig mit leicht fasriger Textur. Reife und Höhepunkt erreicht.<br>www.gourmondo.de</p>
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		<title>Abadia Retuerta, Seleción Especial, Castilla y Leon, Spanien 2010</title>
		<link>https://paula-bosch.de/abadia-retuerta-selecion-especial-castilla-y-leon-spanien-2010/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Paula Bosch]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Sep 2014 15:54:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2010]]></category>
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<p>Die Farbe ist tief dunkel wie Brombeersaft mit zarter Blaufärbung zum Glasrand. Dichte, klar definierte Aromatik teils blumig, teils Blaubeerig mit exotischer Würze von Edelhölzern wie Kirsche und Zeder. Im weiteren Geruchsfeld finden sich Anklänge von Bitterschokolade, Kakao, Kaffeebohnen, frischen Tabakblättern. Balsamische, kräutrige Töne, welche mit verschiedenen Pfeffernoten gepaart sind. Die Tannine wirken erstaunlich reif, geschliffen rund, was für ein frühes Trinkvergnügen verspricht. Am Gaumen beharrlich, zukunftsorientiert und von authentischem Charakter.<br>Preis: 21,90 € www.vinos.de</p>



<p>Sardón de Duero im nördlichen Spanien ist ein kleines Provinzstädtchen mit nicht einmal 800 Einwohnern und liegt nur wenige Kilometer westlich von der glamourösen, berühmten Weinregion Ribera del Duero entfernt. Noch genauer betrachtet liegt Sardón grenznah an dieser so bedeutenden D.O. in der weltberühmte Weinkellereien wie Vega Sicilia, Pingus, Pesquera oder Pérez Pasquas beheimatet sind.</p>



<p>Die Weinberge von Sardón de Duero wurden bei der Klassifizierung 1982 nicht mit aufgenommen und spielen so trotz bester Qualität und Voraussetzungen bis heute die Rolle der Außenseiter. Weingütern wie der längst weltbekannten Abadia de Retuerta hat diese Tatsache keinen eindeutigen Nachteil gebracht. Die berühmte Nachbarschaft förderte zwar den Konkurrenzkampf, der aber mehr zum Segen der Qualität diente.</p>



<p>Die Abadia Retuerta gehört zum schweizerischen Konzern Novartis und brachte 1996 den ersten Jahrgang der neugebauten Bodega auf den Markt. Die funktionelle, hoch moderne Kellerei ist mit bester Technologie ausgerüstet, man zählt sie zu den Führenden in ganz Europa. 700 Hektar Ländereien mit Weizenfeldern, Pinienwäldern und mehr als 200 Hektar Weinberge gehören zum Besitz. Eine Führung durch die Kelleranlagen zeigt neben unzähligen Edelstahltanks einen gigantischen Barrique-Fasskeller, dessen ausgekügeltes Lager-, und Drehsystem unter vielen Kollegen Neidgefühle erzeugte. Dafür und für die ganze Qualität der Weine wurde Pascal Delbeck (ehemals Château Bel Air &amp; Ausone Bordeaux) verpflichtet.</p>



<p>Auf einem Rundflug über die Weinfelder kann man erkennen, dass die 54 Parzellen nicht nur in ihrer Ausrichtung, sondern auch in den Böden wie Kalk, Kies, Lehm oder Sand, den Höhenunterschieden, sowie im Alter der Rebstöcke sehr verschieden sind. Bepflanzt wurden 70% der Rebfläche mit Tempranillo, 10% Cabernet Sauvignon und Syrah, etwas Merlot und als einzige weiße Rebsorte Sauvignon Blanc.</p>



<p>Die Basis und der eigentliche Schatz der Bodega ist die unter Denkmalschutz stehende Abtei, das 1146 erbaute Prämonstratenser Kloster Santa María de Retuerta. Unter diesen Dächern wurde nach dreijähriger Restaurierung und Bauzeit, 2012 ein Luxushotel mit 22 exklusiv ausgestatteten Zimmern eröffnet. Das Ziel ist eine luxuriöse Herberge mit allem was das Herz verwöhnter Weintouristen begehrt. Der zusätzlich geplante Spa,- und Wellnessbereich lassen sicher nicht mehr lange auf sich warten, während man im Restaurant schon vorzüglich essen und trinken kann. Dafür sorgen in erster Linie der Gastronomie-Direktor Andoni Luis Aduriz, der das mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnete Restaurant Mugaritz nahe San Sebastian verantwortet.<br>Der Verkauf des Jahrgangs 2010 hat erst begonnen. So bestehen realistische Chancen für den Erwerb der «Selección Especial 2010» und das dann auch in Großflaschen von der Magnum bis zur Melchior (18ltr.)</p>
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		<title>La Dama, Domaines Lupier, Navarra, Spanien 2008</title>
		<link>https://paula-bosch.de/la-dama-domaines-lupier-navarra-spanien-2008/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Paula Bosch]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Oct 2013 12:11:20 +0000</pubDate>
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<p>Die Farbe ist intensiv, tiefdunkelrot, nahezu tintig wie Holundersaft. Hier zeigt sich auch im Bukett noch mehr Intensität, Fülle und Konzentration als beim El Terroir. Von dunklen Blüten über orientalische Gewürze bis zu strengen Schiefernoten findet man hier eine vielfältige Aromatik. Eine ausgeprägte mineralische Salzigkeit im Mund wird von feinster Tannintextur getragen und von einer frischen Fruchtsäure begleitet. Die stolze Fülle gleicht prächtigen Backen eines Barockengels, sie stützt den ganzen Körper, den man im Gaumen gar nicht loslassen möchte. Süßliche Früchte präsentieren sich im großen und sehr langen Finale.</p>
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		<title>Inurrieta Tinto &#8222;SUR&#8220;, Bodega Inurrieta, Navarra, Spanien 2010</title>
		<link>https://paula-bosch.de/inurrieta-tinto-sur-bodega-inurrieta-navarra-spanien-2010/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Paula Bosch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Oct 2013 11:24:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2010]]></category>
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<p>Mit seinem üppigem Aromenrad begeistert er schon die Nase. Rote, blaue und schwarze Beeren. Gewürze wie Nelke, Wacholder, Piment oder schwarzer Pfeffer. Schwarzgeräuchertes, Rauch, Süßholz, dunkle Kuvertüre. Im Gaumen schmeichlerische, reife Tannine, dicht im Stoff und mit Tiefgang. Voller Schmelz, weich, mit viel Feuer und spielerischer Grandezza. Ein durch und durch mediterraner Charakter mit einem kleinen Tick Eiche, die dem Wein aber erst seine Klasse und Noblesse gibt.</p>



<p>Wenn man unzählige Weinentdeckungen im Keller hat und dennoch immer weiter auf der Suche nach neuen Weinen ist, dann hat man mit dem Vino Tinto Sur «S» aus dem spanischen Navarra eine echte Entdeckung und ein Schnäppchen zugleich gemacht, denn dieser Wein bietet mit seiner Qualität und dem schier unglaublichen Preis ein Leistungs- und Genussverhältnis, wie man es nicht alle Tage findet.</p>



<p>Nach der interessanten Verkostung der Weine auf dem noch relativ neuen Weingut, es wurde erst 1999 gebaut, überlegte ich lange, was an diesem Wein wohl reizvoller ist, seine enorme Qualität oder sein Preis? Hinter der supermodernen Kellerei stehen drei Familien, die in der Region Navarra, nördlich der viel berühmteren Region Rioja, eine Supermarktkette betrieben. Aus dem Verkauf kommt das Kapital für das Weingut Inurrieta. Die Vorfahren der Familien waren in der gleichen Gegend Weinbauern und pflegten schon damals Granachareben die heute uralt sind und inzwischen zugleich als Basis und Spitze der Bodega dienen. Inurrieta verfügt über mehr als 200 Hektar Rebfläche, die auch mit Merlot, Syrah, Cabernet Sauvignon, Graciano, Viura, Sauvignon Blanc und Chardonnay bepflanzt sind. Aber nicht nur die Basis-Rotweine wie Norte und Sur sorgten schon mit ihren ersten Jahrgängen für Überraschungen in der spanischen Weinwelt. Auch die Premiumweine werden regelmäßig mit besten Noten, Punkten oder einem wahren Goldregen von Medallien ausgezeichnet.</p>



<p>«Sur» steht für die Weinberge im Süden und der komplexe Wein aus Garnacha, Syrah und Graciano weckte vom ersten Moment an Neugier in mir.</p>
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		<item>
		<title>Domino de Valdepusa, Marqués de Griñón, Spanien 2009</title>
		<link>https://paula-bosch.de/domino-de-valdepusa-marques-de-grinon/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Paula Bosch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Apr 2013 14:26:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2009]]></category>
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					<description><![CDATA[Dieser Wein überzeugt mit seiner nachtschwarzen Farbe, Dichte bis zum Kern, überströmenden Würze, Fruchtkonzentration, Komplexität und seidiger Textur. Rauchig, speckig, [&#8230;]]]></description>
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<p>Dieser Wein überzeugt mit seiner nachtschwarzen Farbe, Dichte bis zum Kern, überströmenden Würze, Fruchtkonzentration, Komplexität und seidiger Textur. Rauchig, speckig, Kaminholz, das sind markante Noten neben den Fruchtkomponenten wie Holunder, Schwarzkirsch oder Zwetschgen. Gewiss, ein Kraftpaket mit all seinen reifen Tanninen und der strukturierten Säure, aber eines, an dem man sich gerne festhält, zumindest am gefüllten Glas. Mich beeindruckt der Petit Verdot nahezu in jedem Jahrgang und das nicht nur, weil er generell sehr selten als reinsortiger abgefüllt wird.</p>



<p>Das 42 Hektar große Weingut des Marqués de Grinon hat eine lange, sehr lange Geschichte, befindet es sich doch tatsächlich seit 1292 im Besitz der Familie von Don Carlos Falcó, Marques de Grinon und Marques de Castelmoncayo. Carlos Falcó hat viel gewagt in seinem Weinleben als studierter Dipl- Agraringenieur. Die ersten Cabernet Sauvignon-Reben hat er angeblich aus Frankreich unter Apfelbäumen über die Grenze geschmuggelt und pflanzte sie 1974 nahe Mapica, in the middle of nowhere. Weitab von den gesetzlich reglementierten Zonen, wie zum Beispiel der La Mancha, liegt das Weingut Domino de Valdepusa. Aus diesem Grund konnte der Marqués in seinen Weinbergen französische Rebsorten pflanzen und das ganz nach seinen Vorstellungen. Anfangs war das noch illegal, seit 2002 hat die Finca eine eigene, kontrollierte Ursprungsbezeichnung, sprich Herkunft. Carlos Falcó hat seinen langen Kampf gegen veraltete Gesetze gewonnen, auch jenen für eine Tröpfchenbewässerung, für die er in seinen Weinbergen einst mit einer saftigen Strafe belegt wurde. Falcó ist ängst eine hochgeschätzte Persöhnlichkeit in der ganzen Weinszene und das nicht nur in Spanien. Er war Vorreiter für viele Neuerungen, gilt aber auch als Vertreter für Altbewährtes.</p>



<p>Der Cabernet bekam 1991 Gesellschaft von Syrah, und 1992 von Petit Verdot. Sie alle gedeihen auf den Ton- und kalkhaltigen Böden wunderbar, die Hitze vertragen die Reben dank der Drahterziehung und Tröpfchenbewässerung sehr gut. Die drei französischen Reben werden seit 1997 sortenrein ausgebaut und das in bester französischer Eiche, das versteht sich von selbst.</p>



<p>Die steinalten Kellergewölbe wurden 1989 von Grundauf renoviert und mit allen technischen Einrichtungen vom Klima über die Luftfeutigkeit, den Barriquekeller, die Fässer eingerichtet. Der legendäre französische Weinprofessor Emile Peynaud war von Anfang an als Berater mit im Boot und hatte großen Einfluss auf die Qualität der Weine.</p>



<p></p>
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		<item>
		<title>Torroja Vi de la Villa, Terroir al Limit, Priorat, Spanien 2011</title>
		<link>https://paula-bosch.de/torroja-vi-de-la-villa-terroir-al-limit-priorat-spanien-2011/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Paula Bosch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Mar 2013 20:17:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2011]]></category>
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					<description><![CDATA[Tiefdunkelrot, strahlende Brillanz. Reich und opulent zugleich präsentiert sich das würzige, mit Mineralität gespickte Aroma. Die anfänglichen Frucht- und Beerennoten [&#8230;]]]></description>
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<p>Tiefdunkelrot, strahlende Brillanz. Reich und opulent zugleich präsentiert sich das würzige, mit Mineralität gespickte Aroma. Die anfänglichen Frucht- und Beerennoten werden mit jeder Minute im Glas von Kräutern wie Thymian, Lorbeer, Wacholder, aber auch Pfeffer mehr und mehr überstrahlt. Dann Schiefer und Bodennoten, Holztöne, Vanille – wunderbar. Im Gaumen voller Saft und Kraft, straffe Gerbstoffe, mit großem Potential für eine lange Zukunft. Und das alles schon im Basiswein!</p>



<p>Eine meiner Weintouren in 2012 führte mich mal wieder in die spanische Weinregion Priorat. Sehr wohl kannte ich einen Teil der Weinberge und wusste, dass ein Winzerleben hier kein Zuckerschlecken ist, aber wie hart es wirklich ist, hat mir unmissverständlich eine abenteuerliche Fahrt durch die Steillagen mit Dominik Huber vor Augen geführt. Mit seiner total verrosteten Karre, ich glaube es war ein Jeep, schaukelte und schüttelte er mich mal mehr mal weniger heftig durch seine Weinberge und Terrassen, als wolle er ein für alle Mal mir den nötigen Respekt vor einer Flasche Wein aus dieser Region einflößen. Das hat er allerdings mit Bravour geschafft. Mein Körper reagiert bei dem Gedanken an diese höllische Tour über Stock und Stein heute noch. Ich nehme automatisch vor einer Flasche Wein aus dem Priorat Haltung an, als wolle ich ihr wie einer königlichen Hoheit Respekt erweisen. Die Leistung der Weinmacher hier hat das alle Mal verdient. Man muss schon verdammt gute Gründe haben, wenn man sich freiwillig in dieser nahezu gottverlassenen einsamen Region niederlässt und dann auch noch als Winzer, für mich fast unvorstellbar. Nicht so für den aus München stammenden Dominik Huber. Er hat sich schon bei Kollegen im Süden Frankreichs, im Languedoc, anstecken lassen und hat dann die passende Gelegenheit für ein neues Leben als Winzer genutzt, um 2001 in Torroja sein eigenes Weingut zu gründen. Gemeinsam mit Eben Sadie, einem großartigen Weinmacher aus Südafrika, begann das Projekt Terroir al Limit, was so viel wie «am Limit des Machbaren» bedeutet. Vieles ist für ihn im Keller immer noch provisorisch, das hindert ihn aber nicht daran, großartige, teils atemberaubende Weine zu keltern. Die Leitung des Betriebes ist inzwischen seine eigene Verantwortung.</p>



<p>Aus teils uralten, hundertjährigen Reben, die in den schiefrigen Steillagen stehen, erntet Huber Minierträge, aber die Qualität dieser Trauben ist einzigartig. Biodynamie ist hier keine Floskel, sondern selbstverständlich. Die Bodenarbeit wird von Mulis erledigt, weil kein Traktor in diesen halsbrecherischen Terrassenanlagen fahren kann. Bei den Reben setzt Dominik ganz auf heimische, also autochthone Sorten, wie die Garnacha und Cariñena. Im übersichtlichen Keller stehen oben ein paar Gärbottiche, unten liegen neue und gebrauchte Holzfässer, Barriques edler Herkunft, in denen der edle Stoff bis zur Vollendung reift.</p>



<p>Vom Basiswein Torroja vi de la Vila bis zu den Lagenweinen Arbossar und Co spielt Huber auf der kleinen, aber allerfeinsten Geige. Ist es Zauberei oder Hexerei, was dieser Kerl in dem so einfach ausgerüsteten Keller jedes Jahr aufs Neue produziert – ich weiß es nicht! Was ich aber ganz sicher weiß: die Weine schmecken alle, trotz ihrer Kraft, Tiefe und Dichte, reich, komplex, beladen mit Würze und Mineralität, wie sie nur von einem erstklassigen Terroir, eben von Terroir al Limit kommen können.<br>Bezugsquelle: www.vinaturel.de</p>



<p>Preis: 29,50 Euro</p>
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		<title>Viña Tondonia, Tinto Gran Reserva, López de Heredia, Rioja, Spanien 1994</title>
		<link>https://paula-bosch.de/vina-tondonia-tinto-gran-reserva-lopez-de-heredia-rioja-spanien-1994/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Paula Bosch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Dec 2012 14:11:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[1994]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Degustationsnotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Rotwein]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
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<p>Ein strahlendes Beispiel ist die 1994 Gran Reserva, die sage und schreibe 120 Monate im Fässern aus amerikanischer Eiche und dann noch Jahre in der Flasche gelegen hat, um ihre Reife zu erlangen. Jetzt ist es soweit. Strahlende, dachziegelrote Farbe mit funkensprühender Brillanz. Ein breitgefächertes, vielschichtiges Bukett, würzige Aromen, weit weg von frischen Früchten oder Beeren. Hier kommt Süßholz, Vanille, Kastanie, Lebkuchen, auch Geräuchertes wie Speck und Kamin. Eine süßlich, weiche Burgundernote im Mund, vielleicht etwas angestaubt. Kein modischer Wein, aber einer, der in all seinen Facetten schmeckt und Freude macht, nicht nur wegen des attraktiven Preises.</p>



<p>Bezugsquelle: <a href="http://www.vinos.de/">Wein &amp; Vinos</a><br>Preis: 54,90 Euro</p>



<p><a href="http://www.antiagingnews.net/nc/ernaehrung/wein-tipp/einzelansicht/date/2012/12//1994-vina-tondonia-tinto-gran-reserva.html">Mehr lesen</a></p>
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		<title>Clos Fontà, Viticultors Mas d’en Gil, Priorat, Spanien 2004</title>
		<link>https://paula-bosch.de/clos-fonta-viticultors-mas-den-gil-priorat-spanien-2004/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Paula Bosch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Aug 2012 13:15:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2004]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Degustationsnotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Rotwein]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
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<p class="has-text-align-left">Tiefer, strahlender, rubindunkelroter Glanz. Reiches, sehr würziges, dunkelbeeriges Bukett. Die fruchtigen Komponenten sind Holundersaft, Cassis, Brombeer. Dunkler Tabak, Bitterschokolade, Thymian, Wacholder als Kopfnoten. Im Geschmack wunderbar gereiftes Tannin, feiner Stoff, weiche Textur, saftiger Geschmack, der zum Weitertrinken animiert. Wer Zeit zum Dekantieren hat, sollte dies gut zwei bis drei Stunden vorher tun.</p>



<p class="has-text-align-left">Katalonien ist mit seiner einzigartigen Weinregion Priorat das Anbaugebiet Spaniens, von dem mit Sicherheit gesagt werden kann, dass es vom Ende der 80ziger in einem Jahrzehnt den Sprung von Null auf Hundert geschafft hat. Und das im Hinterland Barcelonas, in einem abgelegenen, nahezu aufgegebenen Dorf mit dem Namen Porrera. Die arme Bergregion, die durch die Landflucht ihrer Jugend in dieser Zeit auszusterben drohte, hatte weder kulturell noch wirtschaftlich ihrem Nachwuchs etwas zu bieten. Die Weinberge, die sich einem Amphitheater gleich um Porrera schmiegen, hatten nichts weiter als steinalte, bis zu hundertjährigen Garnachareben und Cariñena-Stöcke. Ihre wenigen Trauben wurden von der örtlichen Genossenschaft lieblos verarbeitet. Die Arbeit der Winzer mit Mauleseln in den Steilterrassen unterscheidet sich nur wenig von jener in einem Steinbruch. Und weil die Mühen mit geringsten Preisen für die Trauben und keinerlei Anerkennung belohnt wurden, war ein Ende des Priorats in Sicht. Verhindert haben das in letzter Minute José Louis Pérez, der mit seinen Ideen Winzer wie René Barbier (Clos Mogador), Carles Pastrana (Clos de L’Obac) und später Daphne Glorian (Clos Erasmus) oder Alvaro Palacios (L’Ermita) infizierte, und der Folkloresänger Louis Llach, der aus Porrera kommt und mit seinen melancholischen, für Freiheit kämpfenden Songs heute noch auf dem Musikmarkt gefragt ist. Mit einem Konzert, dessen Erlös der Sache diente, rüttelten sie die Bewohner Porreras wach. Sie verdoppelten Jahr für Jahr die Preise für die besten Traubenqualitäten, die in der ersten Zeit noch in der Genossenschaftskellerei verarbeitet wurden. Cims de Porrera 1996 war ihr erster Wein, er begeisterte die Weinwelt. Neugegründete Kellereien taten ihr Übriges zur Rettung einer ganzen Region.</p>



<p class="has-text-align-left">Während meines Besuchs im Frühjahr 2013 wurde ich von der Einmaligkeit und Qualität des Prioratos erneut überzeugt. Der Wandel hat eine Dynamik in Gang gesetzt, die im Weinbau nicht hoch genug geschätzt werden kann. Der Erfolg ist aber kein Geheimnis, sondern vielmehr in den Böden und Terrassen der Region begründet. Kleinblättriger Schiefer, der sogenannte Llicorella, harte Brocken Granit und Quarz, die metertief das Fundament der extrem steilen Terrassen bilden. Dazu kommen klimatologische Besonderheiten wie die speziellen Winde (Garbinada) vom Meer, die für eine gute Durchlüftung in den Rebzeilen sorgen. Aus dieser Kombination Böden, Lagen, Reben, Klima und Keller entstehen weltweit alle Weine, aber eins bis vier ist nicht kopierbar, ist unverwechselbar Priorat. Das führt zu einem unverkennbaren Geschmacksbild, das Weinliebhaber schätzen – und deshalb sind ihnen die ebenso guten wie raren, keineswegs billigen Weine, letztlich doch nicht zu teuer.</p>



<p class="has-text-align-left">Ein gutes Beispiel dafür ist das Weingut Viticultors Mas d’en Gil mit seiner 300-jährigen Historie. Das 125 Hektar große Anwesen in Bellmunt liegt auf einer Seehöhe von 300 Meter üdM. In den 40 Hektar terrassierten Weinbergen sind alle günstigen Umstände für eine hervorragende Qualität der Trauben gegeben. Neben den Rebbergen für Garnacha, Cariñena, Syrah und Cabernet gibt es Kleinstmengen für Weißweine an Garnacha, Macabeu und Viognier. Dazwischen pflegt man hier Plantagen von Oliven, viel Wald, Mandelbäume und Haselnusssträucher. Die Familie Rovira kaufte das Anwesen 1989, renovierte und modernisierte Gebäude und Keller, Weinberge wurden teils neubepflanzt. Alles in kleinem Stil, schließlich handelt es sich um einen Familienbetrieb, der auch einer bleiben will. Neben Edelstahltanks stehen viele neue Holzbottiche und in den Reifekellern liegen etwa 250 neue Barriques, die dem Ausbau der besten Weine dienen. Eine langjährige Equipe arbeitet im Weinberg und Keller mit großem Engagement. Marta Rovira, eine der Töchter des Hauses, ist für das ganze Weingut verantwortlich und pflegt die Kontakte. Wir haben uns schon vor Jahren im Tantris getroffen, wo die Weine auf der Karte präsentiert wurden.</p>



<p class="has-text-align-left">Mein Favorit im Haus Mas d&#8217;en Gil war neben dem raren Weißwein Coma Blanca, der Queen des Hauses, schon immer der Blend aus 70 % Garnacha und 30 % Cariñena – Clos Fontá. Neben 14 Monaten Reife in Barriques bester Herkunft ruht er dann noch 36 Monate in der Flasche, bevor er den Hof des wunderschönen Herrenhauses verlassen darf. Vor Ort habe ich den großen Jahrgang 2004 im Doppelpack mit dem noch nicht ausgelieferten, ebenso großen Jahrgang 2010 probiert. Mama Rovira kochte dazu.</p>
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		<title>La Cima Domino do Bibei, Dominio do Bibei D.O. Ribeira Sacra, Spanien 2007</title>
		<link>https://paula-bosch.de/la-cima-domino-do-bibei-dominio-do-bibei-d-o-ribeira-sacra-spanien-2007/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Paula Bosch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Aug 2012 12:06:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2007]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Degustationsnotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Rotwein]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
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<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://paula-bosch.de/wp-content/uploads/2024/12/2007_La_Cima_Domino_do_Bibei-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-11480" style="width:212px;height:auto" srcset="https://paula-bosch.de/wp-content/uploads/2024/12/2007_La_Cima_Domino_do_Bibei-683x1024.jpg 683w, https://paula-bosch.de/wp-content/uploads/2024/12/2007_La_Cima_Domino_do_Bibei-200x300.jpg 200w, https://paula-bosch.de/wp-content/uploads/2024/12/2007_La_Cima_Domino_do_Bibei-768x1152.jpg 768w, https://paula-bosch.de/wp-content/uploads/2024/12/2007_La_Cima_Domino_do_Bibei.jpg 800w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure>



<p>Der Spitzenwein der Bodega, «La Cima» (100 % Menica) hat im großen Jahrgang 2007 einen reichen Duft edler Hölzer, blauer Früchte, Tabak, Kamin, Rauch und Süßholz. Sein festes Geschmacksprofil mit jungen, sanften Tanninen, reifer Fruchtsäure und der lange Nachhall nehmen jeden Weinliebhaber gefangen. Dieser Weinschönheit kann man kaum wiederstehen.</p>



<p>Wenn zwei so berühmte Weinmacher wie Sara Perez (bester Wein «Cims de Porrera») und René Barbier (bester Wein «Clos Mogador») gemeinsam ein Beratungs-Projekt in Angriff nehmen, darf man gespannt sein, was dabei herauskommt – umso mehr, wenn das Ziel ist, einen mindestens so großen Wein wie ihre eigenen Produkte zu erzeugen. Der hohe Anspruch, der erst 2006 im Norden Spaniens fertiggestellten Bodega Domino do Bibei, wurde mit diesem Engagement sehr deutlich gemacht – und die ersten Top-Bewertungen zeigen, dass man mit der Qualitätspolitik auf dem richtigen Weg ist. In den antiken Terrassenanlagen, die alle restauriert wurden, sowie in den übrigen Weinbergen wird den strengen Regeln der Biodynamik gefolgt, autochthone Rebsorten werden gepflanzt, alte Bestände werden erhalten und im Keller werden die Trauben so schonend wie möglich verarbeitet.</p>



<p>Was aus den Trauben der teils uralten Reben entsteht, sind keine Monsterweine mit hohen Alkoholwerten, sondern begeisternde, kraftvolle Tropfen mit Rückgrat, fester Textur und einem vielfältigen Aromenkleid, das Schicht für Schicht immer neue Nuancen von getrockneten Kräutern, Früchten und Gewürzen präsentiert.</p>



<p>Bezugsquelle: Vinos Shop</p>



<p>Preis: 44,90 Euro</p>



<p></p>
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